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31 % in deiner Hand! Wie wir Politik und Unternehmen beeinflussen! Warum unsere gemeinsame Handlungsmacht größer ist, als wir glauben

21. Aug.
6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 22. Aug.


Viele Menschen kennen diesen Gedanken: „Was kann ich als Einzelne:r schon bewirken?“ Wenn von Klimaschutz die Rede ist, entsteht schnell ein falsches Bild. Auf der einen Seite stehen große Unternehmen, Industrie und Politik. Auf der anderen Seite der einzelne Mensch, der sein Auto stehen lässt, weniger Fleisch isst oder eine energiesparende Heizung einbaut. Da kann leicht der Eindruck entstehen: Mein Verhalten ist doch viel zu klein, um wirklich etwas zu verändern. Ganz so einfach ist es nicht.


Rund 31 Prozent der österreichischen Emissionen lassen sich Bereichen zuordnen, in denen Menschen unmittelbar Einfluss auf ihr eigenes Verhalten haben können, etwa beim eigenen Auto, der eigenen Heizung oder beim Konsum im engeren Sinn.

Die übrigen rund 69 Prozent werden häufig den wirtschaftlichen Aktivitäten zugerechnet. Aber auch daraus folgt nicht, dass Bürger:innen auf diesen Bereich keinen Einfluss hätten.

Denn zwischen uns, der Wirtschaft und der Politik besteht ein permanenter Kreislauf:

Wir beeinflussen sie – und sie beeinflussen uns.

Und genau darin liegt unsere Handlungsmacht.



Die 31 %: Hier entscheidest du unmittelbar

Bei einem Teil unserer Emissionen ist der Zusammenhang relativ direkt.

Wenn du mit dem eigenen Auto fährst, entsteht dadurch ein Teil der Emissionen.

Wenn du deine Wohnung mit Öl oder Gas heizt, entsteht dadurch ein Teil der Emissionen.

Wenn du bestimmte Produkte kaufst, konsumierst oder wegwirfst, beeinflusst auch das deinen persönlichen ökologischen Fußabdruck und teilweise deine direkten Emissionen.

Hier hast du einen unmittelbaren Hebel.


Du kannst beispielsweise:

  • das Auto häufiger stehen lassen,

  • öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad nutzen,

  • weniger oder anders heizen,

  • Energie sparen,

  • langlebige Produkte kaufen,

  • reparieren statt ersetzen,

  • gebraucht kaufen,

  • bewusster essen,

  • weniger verschwenden.


Das sind die Entscheidungen, bei denen du selbst unmittelbar entscheidest.

Aber die 31 Prozent sind nicht die Grenze deiner Handlungsmacht.



Die anderen 69 Prozent sind nicht einfach „außerhalb deiner Macht“

Der Begriff „Wirtschaftsemissionen“ kann irreführend wirken.

Denn Unternehmen produzieren nicht nur für sich selbst.

Sie produzieren Produkte, Strom, Wärme und Dienstleistungen, die wir kaufen und nutzen. Ein Teil dieser Emissionen entsteht also für unseren Konsum – und zwar häufig an einem anderen Ort als dort, wo wir das Produkt schließlich kaufen.

Genau deshalb gibt es neben der klassischen, territorialen Betrachtung auch die konsumbasierte Betrachtung von Emissionen.


Sie fragt nicht nur: Wo entstehen die Emissionen?

Sondern: Für wen und für welchen Konsum entstehen sie?


Nach dieser Betrachtung liegen Österreichs konsumbasierte Emissionen deutlich über den offiziell im Land produzierten Emissionen. Die Projektunterlagen verweisen dabei auf Größenordnungen von rund 40–50 Prozent über den offiziell produzierten Werten.

Das zeigt: Ein Teil dessen, was statistisch als Wirtschaftsemission erscheint, hängt sehr wohl mit unserem Konsum zusammen.

Aber eben nicht alles.



69 Prozent – drei unterschiedliche Arten von Einfluss

Die 69 Prozent sollte man deshalb nicht als einen einzigen Block betrachten.

Innerhalb dieses Bereichs gibt es einen Teil, der indirekt mit unserem Konsum zusammenhängt, und einen Teil, auf den einzelne Konsument:innen kaum oder gar keinen direkten Einfluss haben.

Eine exakte Aufteilung ist mit den vorliegenden Daten nicht möglich. Dafür wäre eine detaillierte Input-Output-Analyse erforderlich.

Als verständliche Orientierung kann man deshalb drei Bereiche unterscheiden:


🟢 Rund 31 % – > DIREKT

Hier entscheidest du selbst und unmittelbar.

Beispiele:

Auto und MobilitätEigene Heizung und EnergieKonsum im engeren SinnErnährung im eigenen Haushalt


🟡 Ein Teil der 69 % – > INDIREKT

Hier entstehen Emissionen für Dinge, die wir als Bürger:innen nachfragen und konsumieren.

Zum Beispiel:

Produkte und KleidungElektronik und MöbelStrom und WärmeLebensmittel und GetränkeReisen und DienstleistungenStreaming und digitale Angebote

Hier hast du keinen direkten Zugriff auf die Produktionsprozesse.

Aber du kannst beeinflussen, was, wie viel, wie oft und bei wem du kaufst.

Das ist Marktmacht.


🔴 Ein weiterer Teil –> GAR NICHT DIREKT

Es gibt Bereiche, die kaum oder nicht mit individuellem Konsum zusammenhängen.

Zum Beispiel:

  • Exportproduktion

  • staatliche Infrastruktur

  • bestimmte Investitionsgüter

  • Maschinenbau Grundlagenindustrie.


Hier wäre es falsch, den einzelnen Menschen für die entstehenden Emissionen persönlich verantwortlich zu machen. Du kannst nicht durch eine andere Kaufentscheidung bestimmen, wie viel Stahl für eine bestimmte industrielle Anwendung produziert wird. Hier braucht es andere Hebel. Und genau hier kommt die Politik ins Spiel.


Du hast zwei große Hebel: Politik und Unternehmen

Unsere Handlungsmacht lässt sich deshalb sehr gut in zwei Richtungen denken.

Politik: Wir können Regeln beeinflussen

Politik entscheidet über Rahmenbedingungen.

Gesetze.Förderungen.Steuern.Infrastruktur.Standards.Öffentliche Investitionen.Regeln für Märkte. Und Bürger:innen haben verschiedene Möglichkeiten, darauf Einfluss zu nehmen.

Wir können:

  • Wählen: Wir entscheiden mit, wer politische Verantwortung übernimmt.

  • Petitionen und Volksbegehren unterstützen: Wir können Anliegen sichtbar machen und politischen Druck erzeugen.

  • Demonstrieren und öffentliche Aktionen unterstützen: Wir können zeigen, dass ein Thema viele Menschen bewegt.

  • Bürgerinitiativen und Vereine unterstützen: Gemeinsam entsteht mehr Aufmerksamkeit und Durchsetzungskraft als allein.

  • Politiker:innen kontaktieren: Abgeordnete und Entscheidungsträger:innen sind auf Rückmeldungen aus der Bevölkerung angewiesen.

  • An Beteiligungsverfahren teilnehmen: Auf Gemeinde-, Landes- oder anderer Ebene können Bürger:innen an politischen Prozessen mitwirken.

  • Öffentliche Debatten mitgestalten: Wer über ein Thema spricht, schreibt, diskutiert und informiert, beeinflusst auch, welche Themen gesellschaftlich relevant werden.

  • Politische Kampagnen unterstützen: Auch hier entsteht Wirkung vor allem dann, wenn viele Menschen gemeinsam handeln.

  • Unsere politische Stimme ist also nicht auf den Wahltag beschränkt.


Unternehmen: Wir beeinflussen, was sich am Markt durchsetzt

Auch gegenüber Unternehmen haben wir wesentlich mehr Möglichkeiten als nur die klassische Frage:

„Kaufe ich dieses Produkt oder nicht?“

Unsere Entscheidungen wirken auf Märkte.

Wir können:

  • Produkte kaufen oder nicht kaufen,

  • Anbieter wechseln,

  • nachhaltigere Alternativen bevorzugen,

  • gebraucht statt neu kaufen,

  • reparieren und teilen,

  • langlebige Produkte wählen,

  • Unternehmen weiterempfehlen,

  • Bewertungen abgeben,

  • Feedback geben,

  • Transparenz einfordern,

  • unseren Arbeitgeber wählen,

  • unsere Bank und Versicherung wählen,

  • Geld investieren oder anlegen.


Keine einzelne dieser Entscheidungen wird ein Unternehmen allein verändern.

Aber Unternehmen beobachten Nachfrage. Wenn sich Nachfrage verändert, verändern sich Angebote. Wenn sich Angebote verändern, werden neue Produkte und Geschäftsmodelle wirtschaftlich interessant. Und wenn viele Unternehmen beginnen, sich zu verändern, wird daraus wiederum ein Signal an die Politik.


Aber der Einfluss funktioniert auch in die andere Richtung

Wir sind nicht nur diejenigen, die Politik und Unternehmen beeinflussen. Politik und Unternehmen beeinflussen auch uns. Und das ist für die Frage nach unserer Verantwortung entscheidend.


Wie Politik uns beeinflusst

Politische Entscheidungen bestimmen unter anderem:

  • welche Gesetze gelten,

  • welche Produkte und Technologien gefördert werden,

  • wie teuer bestimmte Optionen sind,

  • welche Infrastruktur vorhanden ist,

  • welche öffentlichen Verkehrsmittel verfügbar sind,

  • welche Standards Unternehmen einhalten müssen,

  • welche Informationen und Kampagnen öffentlich stattfinden.


Eine Person kann beispielsweise noch so gerne mit dem Fahrrad fahren wollen:

Wenn sichere Radwege fehlen, ist ihre Entscheidung nicht völlig frei. Genauso kann eine nachhaltige Heizlösung technisch verfügbar sein – wenn die finanziellen oder rechtlichen Rahmenbedingungen fehlen, wird die Entscheidung schwieriger. Deshalb darf Klimaschutz nicht nur als individuelle Verhaltensfrage betrachtet werden.


Wie Unternehmen uns beeinflussen

Auch Unternehmen gestalten unsere Entscheidungsmöglichkeiten.

Sie entscheiden beispielsweise über:

  • Werbung und Marketing: Welche Produkte werden sichtbar? Welche Bedürfnisse werden geweckt?

  • Preise und Verfügbarkeit: Welche Alternative ist günstig und einfach verfügbar?

  • Produktdesign: Ist ein Produkt reparierbar, langlebig oder auf schnellen Ersatz ausgelegt?

  • Informationen: Welche Angaben erhalten wir über Herkunft, Herstellung und Auswirkungen?

  • Qualität und Innovation: Welche nachhaltigen Alternativen werden überhaupt entwickelt?

  • Arbeitsbedingungen und Unternehmenskultur: Wie nachhaltig können Menschen ihren Alltag gestalten, wenn ihr Arbeitgeber bestimmte Strukturen vorgibt?

  • Digitale Plattformen und Algorithmen: Welche Produkte und Informationen werden uns vorgeschlagen?


Das bedeutet: Unsere Entscheidungen entstehen nicht im luftleeren Raum.Wir treffen sie innerhalb eines Systems, das von Politik und Wirtschaft mitgestaltet wird.


Und Politik und Unternehmen beeinflussen sich ebenfalls

Der Kreislauf endet nicht beim Bürger.

Unternehmen versuchen, politische Rahmenbedingungen mitzugestalten – beispielsweise durch Lobbying und Interessenvertretung.

Sie bringen ihre Interessen in politische Prozesse ein, beteiligen sich an Diskussionen und versuchen, ihre Positionen in Gesetzgebung und Regulierung einzubringen.

Gleichzeitig beeinflusst Politik die Wirtschaft durch:

  • Gesetze,

  • Förderungen,

  • Steuern,

  • Aufträge,

  • Standards,

  • Regulierung.

Damit entsteht ein komplexes System:

Bürger:innen ↔ Unternehmen ↔ Politik

Und mitten darin stehen wir alle.


Deshalb ist die Frage nicht: „Bin ich verantwortlich?“

Die bessere Frage lautet:

„Wo habe ich Einfluss?“

Das ist ein entscheidender Unterschied. Wenn wir Menschen sagen:

„Du bist für deinen gesamten ökologischen Fußabdruck verantwortlich.“

entsteht schnell Überforderung oder Schuld.Wenn wir dagegen sagen:

„Hier kannst du selbst etwas entscheiden. Dort kannst du Unternehmen beeinflussen. An anderer Stelle brauchst du politische Veränderung. Und gemeinsam können wir den Rahmen verändern.“ wird aus Schuld Handlungsmacht. Genau darum geht es bei Permundi.com.


Aus vielen kleinen Entscheidungen entsteht ein großes Signal

-> Eine einzelne Kaufentscheidung verändert keinen Markt.

-> Eine einzelne Petition verändert nicht automatisch ein Gesetz.

-> Eine einzelne Stimme entscheidet keine Wahl.

Aber gesellschaftliche Veränderung besteht aus genau solchen Entscheidungen – millionenfach wiederholt.

Stell dir vor:

-> Viele Menschen kaufen langlebiger.

-> Unternehmen erkennen die Nachfrage.

-> Neue Angebote entstehen.

-> Andere Unternehmen ziehen nach.

-> Immer mehr Menschen können nachhaltiger konsumieren.

-> Gleichzeitig wird politisch sichtbar, dass die Gesellschaft Veränderung unterstützt.

-> Politik schafft bessere Rahmenbedingungen.

-> Diese machen nachhaltige Entscheidungen einfacher und günstiger.

-> Noch mehr Menschen können mitmachen.

So entsteht ein Kreislauf.


Du musst nicht alles verändern. Du musst deinen Hebel finden.

-> Vielleicht ist dein größter Hebel dein Auto.

-> Vielleicht deine Heizung.

-> Vielleicht deine Kaufentscheidungen.

-> Vielleicht dein Arbeitgeber.

-> Vielleicht dein Geld.

-> Vielleicht deine Stimme bei der nächsten Wahl.

-> Vielleicht eine Bürgerinitiative.

-> Vielleicht eine Petition.

-> Vielleicht deine Fähigkeit, andere Menschen zu informieren.

-> Und vielleicht ist dein größter Hebel nicht eine einzelne Entscheidung, sondern die Verbindung mit vielen anderen Menschen.

Denn genau dort wird aus individuellem Handeln gesellschaftliche Wirkung.


Wir sind nicht machtlos.

Wir sind auch nicht für alles verantwortlich.

Aber wir haben Einfluss.

  • Auf unseren eigenen Alltag.

  • Auf Unternehmen.

  • Auf Politik.


Und gemeinsam auf die Richtung, in die sich unsere Gesellschaft bewegt.

Permundi.com will genau diesen Einfluss sichtbar machen: nicht mit Schuld und Katastrophen, sondern mit konkreten Möglichkeiten, belegbaren Lösungen und der Frage, die am Ende zählt:

Was kannst DU verändern – und wer kann sich mit dir verändern?

Denn eine einzelne Entscheidung ist klein.
Millionen Entscheidungen sind ein Signal.
Und gemeinsam können wir Märkte, Regeln und unsere Zukunft verändern.




Dieser Beitrag wurde mit KI Unterstützung generiert

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