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Reparieren statt wegwerfen: Was die Geräte-Retter-Prämie 2026 wirklich bringt

3. Aug.
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 11. Aug.


Wasserkocher kaputt? Warum Reparatur oft die bessere Wahl ist

Ein Wasserkocher hat einen Wackelkontakt, die Kaffeemaschine tropft, der Laptop startet nicht mehr richtig – und viel zu oft landet das Gerät im Elektroschrott, statt repariert zu werden. Reparieren wirkt aufwendig, teuer und unsicher: Lohnt sich das überhaupt noch, oder ist ein Neukauf nicht doch billiger?


Die Geräte-Retter-Prämie übernimmt die Hälfte der Reparaturkosten

Österreich fördert genau das: seit 12. Jänner 2026 unter dem Namen Geräte-Retter-Prämie, dem Nachfolgeprogramm des bisherigen Reparaturbonus, der im Mai 2025 ausgelaufen war. Der Ablauf ist etwas anders als früher: Der Bon muss vorab online erstellt werden, ist dann drei Wochen gültig, du bezahlst die Rechnung zunächst voll und bekommst die Förderung anschließend aufs Konto überwiesen. Gefördert werden klassische Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke, Kaffeemaschinen, Lampen, Laptops, Bildschirme sowie Hi-Fi- und TV-Geräte. Nicht mehr dabei sind seit der Umstellung E-Bikes, Fahrräder, Smartphones und Handys sowie reine Unterhaltungs- oder Wellnessgeräte.

Die Förderung deckt 50 % der Bruttokosten, maximal 130 Euro pro Reparaturfall, sowie bis zu 30 Euro für einen reinen Kostenvoranschlag. Berechtigt sind alle Privatpersonen mit Hauptwohnsitz in Österreich, ohne Einkommens- oder Altersgrenze.


Dein erster Schritt: den Bon online erstellen – vor der Reparatur

  1. Vor der Reparatur den Bon online erstellen (nicht erst danach – das ist der wichtigste Unterschied zum alten System): geräte-retter-prämie.at

  2. Prüfen, ob dein Gerät auf der aktuellen Förderliste steht: Offizielle Geräteliste

  3. Einen Partnerbetrieb in deiner Nähe suchen und den Bon dort einlösen – gültig für drei Wochen: Partnerbetriebssuche


1.000 reparierte Geräte, 25 Tonnen CO₂ vermieden

Rechenweg (Hochrechnung auf 1.000 reparierte Geräte):

Als grobe, aber nachvollziehbare Orientierungsgröße setzen wir für ein repariertes statt neu gekauftes Kleingerät rund 25 kg vermiedene CO₂-Emissionen aus der Neuproduktion an (Schätzgröße aus Ökobilanz-Betrachtungen zu Kleinelektrogeräten, stark geräteabhängig).

  • 1.000 reparierte Geräte × 25 kg CO₂ = 25.000 kg = 25 t CO₂

  • 25 t CO₂ = 0,000000025 Gt CO₂ (2,5 × 10⁻⁸ Gt)


CO₂-Bezug: 0,000000025 Gt ÷ 7,814 Gt ≈ 3,2 × 10⁻⁹ ppm — ein verschwindend kleiner Anteil der aktuell rund 429–432 ppm (Stand Sommer 2026, NOAA), aber ein realer.


Fußabdruck-Bezug: Für Kleingeräte-Reparatur gibt es beim Global Footprint Network derzeit keinen einfachen, standardisierten Produktfaktor. Die eigentliche Ressourcen-Einsparung liegt vor allem bei vermiedenem Rohstoffabbau (Metalle, seltene Erden) und reduziertem Elektroschrott – ohne belastbaren Umrechnungsfaktor verzichten wir bewusst auf eine erfundene gha-Zahl.

Klein für sich allein – aber jedes reparierte Gerät ist ein Gerät weniger, das neu produziert, verschifft und irgendwann entsorgt werden muss.


Quellenangaben

Belastbarkeit: Förderquote, Höchstbetrag und Ablauf stammen direkt von der Arbeiterkammer und der WKO – unabhängige, nicht-kommerzielle Institutionen mit Beratungsauftrag, keine Hersteller- oder Interessenangaben. Die CO₂-Schätzung pro repariertem Gerät ist eine grobe Orientierungsgröße, keine gerätespezifische Studie.

Quellen: Arbeiterkammer Österreich (2026); WKO – Wirtschaftskammer Österreich; konsumentenfragen.at; NOAA Global Monitoring Laboratory (ppm-Referenzwert); Global Carbon Project (Umrechnungsfaktor).

Hier gibt es schon 

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