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Unser ökologischer Fußabdruck: 6,1 gha – aber wie viel davon liegt wirklich in unserer Hand?

13. Aug.
5 Min. Lesezeit


Du bist nicht allein für Deinen ökologischen Fussabdruck verantwortlich!

Wenn ein Rechner uns sagt, dass unser ökologischer Fußabdruck beispielsweise 6,1 globale Hektar (gha) beträgt, entsteht schnell ein bestimmter Eindruck:

„Das ist mein Fußabdruck. Also bin ich dafür verantwortlich.“


Aber ganz so einfach ist es nicht.

Unser ökologischer Fußabdruck beschreibt, wie viele biologisch produktive Flächen notwendig sind, um die Ressourcen bereitzustellen, die wir konsumieren, und die dabei entstehenden Emissionen zu absorbieren.Doch ein Teil dieses Fußabdrucks entsteht nicht durch eine Entscheidung, die wir allein treffen. Wir leben nicht unabhängig von der Welt um uns herum. Wir nutzen Straßen und Energieinfrastruktur. Wir wohnen in Gebäuden. Wir kaufen Produkte, deren Herstellung wir nicht selbst bestimmen. Wir nutzen öffentliche Verkehrsmittel, Schulen, Krankenhäuser und andere gesellschaftliche Leistungen. Unser Fußabdruck ist deshalb immer auch ein Spiegel des Systems, in dem wir leben.



Nicht alles, was uns zugerechnet wird, können wir alleine verändern

Der Global Footprint Network weist darauf hin, dass der persönliche Footprint neben Bereichen wie Ernährung, Wohnen, Mobilität und Konsum auch gesellschaftliche Leistungen umfasst – beispielsweise Bildung, Gesundheitsversorgung, Regierung sowie Straßen und Infrastruktur.

Das bedeutet:

Ein persönlicher ökologischer Fußabdruck ist nicht gleichbedeutend mit persönlicher Verantwortung.

Aber daraus folgt nicht, dass wir keinen Einfluss haben. Im Gegenteil. Wir haben mehr Einflussmöglichkeiten, als es die Zahl von 6,1 gha zunächst vermuten lässt.

Denn wir handeln auf mehreren Ebenen.


Vier Wege, mit denen wir Einfluss nehmen können


  • Durch unser eigenes Verhalten

  • Durch die Wahl von Unternehmen und Produkten

  • Durch unsere politische Wahl

  • Wirtschaft und Politik müssen selbst handeln


1. Durch unser eigenes Verhalten

Das ist die offensichtlichste Ebene. Wir entscheiden beispielsweise:

  • Was wir essen

  • Wie wir uns fortbewegen

  • Wie wir wohnen

  • Wie viel Energie wir verbrauchen

  • Wie viel wir konsumieren

  • Wie lange wir Produkte nutzen

  • Ob wir reparieren oder neu kaufen

  • Wie häufig wir fliegen


Diese Entscheidungen haben einen direkten Einfluss auf unseren ökologischen Fußabdruck. Aber unsere Handlungsmacht endet hier nicht.


2. Durch die Wahl von Unternehmen und Produkten

Mit jedem Einkauf treffen wir eine Entscheidung. Wir entscheiden nicht nur, was wir kaufen, sondern auch, welche Unternehmen wir mit unserem Geld unterstützen. Wenn wir uns für ein Unternehmen entscheiden, das beispielsweise:

  • erneuerbare Energien nutzt,

  • langlebige Produkte entwickelt,

  • faire Lieferketten aufbaut,

  • Recycling und Kreislaufwirtschaft ermöglicht,

  • regionale Produktion stärkt,

  • Ressourcen spart

dann unterstützen wir diese Wirtschaftsweise.


Und wenn immer mehr Menschen solche Unternehmen bevorzugen, verändert sich auch der Markt.


Nachfrage beeinflusst Angebot.

Unsere Kaufentscheidung ist deshalb eine Form von wirtschaftlicher Mitbestimmung.

Das bedeutet nicht, dass Konsumenten allein für nachhaltige Produktion verantwortlich sind. Unternehmen tragen eine große Verantwortung dafür, wie Produkte hergestellt werden und welche Alternativen angeboten werden. Aber wir können mitentscheiden, welche Angebote wir unterstützen.


3. Durch unsere politische Wahl

Noch unmittelbarer können wir Einfluss auf die Rahmenbedingungen nehmen.

In einer Demokratie entscheiden wir durch Wahlen mit, welche politischen Parteien und damit welche politischen Programme unterstützt werden.


Wir entscheiden damit indirekt mit, welche Prioritäten gesetzt werden:

  • Wie schnell erneuerbare Energien ausgebaut werden

  • Wie Verkehr organisiert wird

  • Wie stark öffentlicher Verkehr gefördert wird

  • Wie Landwirtschaft gestaltet wird

  • Welche Regeln für Unternehmen gelten

  • Wie Gebäude energieeffizienter werden

  • Wie Ressourcen und Abfälle behandelt werden

  • Wie Klimaschutz gesetzlich verankert wird


Unsere Stimme ist deshalb ebenfalls ein Teil unseres ökologischen Handlungsspielraums. Wir können nicht jede politische Entscheidung selbst bestimmen. Aber wir können durch unsere Wahl beeinflussen, welche politischen Kräfte Verantwortung übernehmen und welche Rahmenbedingungen geschaffen werden.



4. Wirtschaft und Politik müssen selbst handeln

Damit sind wir bei der anderen Seite der Verantwortung.


Es wäre falsch zu sagen:

„Wenn jeder Einzelne nachhaltig lebt, ist das Problem gelöst.“

Denn Menschen können nur innerhalb der Möglichkeiten handeln, die ihnen das System bietet. Wenn es keine gute Bahnverbindung gibt, kann ich nicht einfach Bahn fahren.

Wenn nachhaltige Produkte nicht verfügbar oder für viele Menschen unbezahlbar sind, ist die individuelle Entscheidung eingeschränkt. Wenn Gebäude schlecht gedämmt sind und eine Sanierung nicht möglich ist, kann ich meinen Energieverbrauch nicht beliebig reduzieren. Deshalb müssen auch Unternehmen und Politik handeln.


Unternehmen können:

  • nachhaltige Produkte entwickeln

  • Ressourcenverbrauch reduzieren

  • erneuerbare Energien einsetzen

  • Lieferketten verändern

  • Produkte reparierbar und langlebig machen

  • Kreislaufwirtschaft ermöglichen

  • nachhaltige Alternativen zum Standard machen


Politik kann:

  • die richtigen Rahmenbedingungen schaffen

  • nachhaltige Infrastruktur ausbauen

  • erneuerbare Energien fördern

  • öffentlichen Verkehr stärken

  • nachhaltige Landwirtschaft unterstützen

  • Ressourcenverbrauch regulieren

  • Unternehmen durch Gesetze und Anreize zum Wandel bewegen


Verantwortung ist also geteilt – Einfluss aber auch

Damit kommen wir zu einer entscheidenden Unterscheidung.

Die Frage ist nicht nur:

„Wer verursacht meinen ökologischen Fußabdruck?“

Sondern:

„Wer kann welchen Teil davon beeinflussen?“

Und dabei hat das Individuum mehrere Rollen gleichzeitig:


Als Mensch

durch das eigene Verhalten.


Als Konsument

durch die Wahl von Unternehmen und Produkten.


Als Bürger

durch politische Beteiligung und Wahlen.


Die Wirtschaft

durch Produkte, Produktion und Geschäftsmodelle.


Die Politik

durch Gesetze, Infrastruktur und Rahmenbedingungen.


Ein Beispiel: Mobilität

Nehmen wir an, du fährst jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit.


Du kannst Dein Verhalten anpassen:

  • weniger fahren

  • Fahrgemeinschaften bilden

  • Bahn oder Bus nutzen

  • Fahrrad fahren

  • unnötige Fahrten vermeiden


Du kannst das Unternehmen wählen:

  • ein effizienteres Fahrzeug wählen

  • Carsharing nutzen

  • nachhaltige Mobilitätsanbieter unterstützen


Du kannst nachhaltig wählen:

  • politische Parteien unterstützen, die den öffentlichen Verkehr und nachhaltige Mobilität ausbauen wollen

  • dich politisch engagieren

  • deine Stimme bei Wahlen nutzen


Unternehmen können:

  • Homeoffice ermöglichen

  • nachhaltige Mobilitätsangebote schaffen

  • emissionsärmere Fahrzeuge entwickeln

  • ihre Logistik verändern


Politik kann:

  • Bahn und öffentlichen Verkehr ausbauen

  • Radwege schaffen

  • Raumplanung verändern

  • nachhaltige Mobilität fördern


Ein Problem – viele Akteure – viele Möglichkeiten zu handeln.


Deshalb braucht Nachhaltigkeit nicht nur einen Fußabdruck, sondern Handlungsmacht


Der ökologische Fußabdruck zeigt:

Was beanspruchen wir von unserem Planeten?


Die nächste Frage muss aber lauten:

Was können wir verändern?

Und genau hier setzt Permundi an. Wir wollen Menschen nicht das Gefühl geben, dass sie allein für ein komplexes System verantwortlich sind.


Wir wollen zeigen:

Du kannst etwas verändern.

  • Durch dein Verhalten.

  • Durch deine Kaufentscheidungen.

  • Durch die Unternehmen, die du unterstützt.

  • Durch deine politische Stimme.


Und indem du dich für Veränderungen in deiner Gemeinde, deinem Unternehmen oder deiner Gesellschaft einsetzt. Gleichzeitig müssen Unternehmen und Politik ihre Verantwortung wahrnehmen und die Rahmenbedingungen verändern.


Der Footprint ist der Ausgangspunkt. Die Handlung ist das Ziel.

Deshalb zeigt Permundi nicht nur, wie groß dein ökologischer Fußabdruck ist, sondern stellt eine zweite Frage:

„Wer kann was verändern?“

WAS KANN ICH TUN?

Mein Verhalten verändern und nachhaltige Entscheidungen treffen.


WEN UNTERSTÜTZE ICH?

Unternehmen und Produkte auswählen, die nachhaltige Lösungen voranbringen.


WELCHE POLITIK UNTERSTÜTZE ICH?

Durch meine Stimme und mein gesellschaftliches Engagement Einfluss auf die Rahmenbedingungen nehmen.


WAS MUSS DIE WIRTSCHAFT TUN?

Produkte, Dienstleistungen und Produktionsweisen verändern.


WAS MUSS DIE POLITIK TUN?

Die Rahmenbedingungen schaffen, die nachhaltiges Handeln ermöglichen und fördern.

Denn nachhaltige Veränderung beginnt nicht mit der Frage:

„Nicht: Wer ist schuld?“

Sondern mit der Frage:

„Sondern: Wer kann was verändern?“

Permundi macht sichtbar, wo Handlung möglich ist – und bringt Nachhaltigkeit aus der Theorie ins konkrete Tun.

Hier gibt es schon 

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